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Ureaplasma Urealyticum: körpereigene Immunabwehr, erneute Ansteckung während Therapie

Ich habe zwei Fragen:

  1. Gibt es Möglichkeiten die allgemeine Immunabwehr der Harnwege zu stärken nach der Einnahme von Antibiotika (Doxycycline)?
  2. Ist es möglich, dass ich mich während der Einnahme von Doycycline erneut mit Ureaplasma anstecken kann, wenn am 6. von 7 Tagen der Behandlung das Kondom beim Sex abrutscht für maximal 1 Minute?

Hier meine Vorgeschichte:

Ich bin 27 Jahre und männlich. Letztes Jahr im November wurde ich positiv auf Chlamydien getestet. Ich habe selbst kaum Symptome gespürt, maximal ein ganz leichtes Brennen beim Wasserlassen manchmal. Mein Arzt hat mir Azithromycin 1000 mg als Einmal-Dosis verschrieben.

Seit November letzten Jahres hatte ich mit zwei anderen Frauen sexuellen Kontakt. Vor 2 Wochen bin ich noch einmal zum Arzt, um mich auf alle Geschlechtskrankheiten testen zu lassen, einfach zur Sicherheit, ohne dass ich oder eine der beiden Frauen Symptome gehabt hätten. Ich habe maximal eine leichte Irritation der Harnröhre gespürt morgens beim Urinieren, das kann ich mir aber auch eingebildet haben. Alles war negativ (Chlamydien, HIV, Hepatitis, Gonorrhoe, Syphilis, Mycoplasma, keine auffällige Hautflora…) bis auf Ureaplasma Urealyticum.

Mein Arzt hat mir gesagt, dass Ureaplasma Urealyticum auch bei gesunden Menschen vorkommt und mir die Entscheidung überlassen, ob ich Antibiotika nehmen möchte wegen der leichten Irritation der Harnwege beim Wasserlassen manchmal morgens (wie gesagt, das kann auch Einbildung gewesen sein, da ich sehr auf Symptome geachtet habe).

Ich habe mich aus Sorge entschieden Doxycycline 100 mg, 2 mal täglich für 7 Tage zu nehmen, was u.U. bei den sehr leichten Beschwerden eine Fehlentscheidung war, nach allem was ich bisher im Internet gelesen habe.

Da Ureaplasma bei vielen Tests oft gar nicht dabei ist für Geschlechtskrankheiten und da sehr viele Frauen dieses Bakterium haben ohne Beschwerden, wollte ich fragen, was ich zur allgemeinen Immunabwehr tun kann gegen die zu starke Ausbreitung dieser Bakterien? Ich könnte mir nämlich denken, dass es zu den leichten Beschwerden kam, da mein Immunsystem allgemein schon durch die erste Gabe von Antibiotika geschwächt war. Dies ist jetzt durch die erneute Gabe eines weiteren Antibiotikums wieder der Fall, nehme ich an.

Zu meiner zweiten Frage: Ich hatte heute am 6. Tag der Doxycycline-Einnahme Sex und das Kondom ist kurz abgerutscht (maximal für 1 Minute). Direkt danach war ich auf der Toilette und duschen, um eine Ausbreitung der Bakterien zu verhindern. Ich werde noch 2 weitere male Doycyline (100 mg) einnehmen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich durch diesen kurzen Kontakt erneut mit Ureaplsma angesteckt habe und dieses trotz der aktuellen Antibiotikatherapie nicht ausheilt? → Antwort zeigen

zu 1.) Ja, durch Einnahme von hochdosiertem Vitamin C und Zink in Kombination können Sie Ihr Immunsystem uneingeschränkt und arzneimittelunabhängig stärken. Hochpreisige Produkte wie Orthomol Immun sind auch sehr empfehlenswert.

zu 2.) Bei allem Respekt, ich denke der Umgang mit der genannten Situation ist  übertrieben und Sie sollten sich nicht so verrückt machen, da wir hier nicht von einem obligat pathogenen Keim sprechen und Sie beim ungeschützten Verkehr ständig damit in Kontakt kommen können (genauso wie beim Vorspiel etc., wenn Sie nicht vom ersten Moment an ein Kondom überziehen).

Um auf den Punkt zu kommen: Während einer Antibiotikatherapie, die nicht abgeschlossen ist, ist ihr Körper gegen den genannten Keim geschützt und das noch mehrere Tage nach der Einnahme. Es gibt also keinen Grund zur Sorge. Sie sollten aber überdenken, ob es Sinn macht, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Überlegen Sie nach ärztlicher Rücksprache bzgl. einer “Erkrankung” ohne Symptome, eher auf das Antibiotikum zu verzichten, um Ihren Körper nicht mehr als nötig zu belasten.

  • Frage gestellt:
  • 12. August 2015
  • Antwort bearbeitet:
  • 16. August 2015

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