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Unerklärliche diffuse Symptome

Seit nunmehr gut 3 Monaten plagen mich diverse Symptome, welche sich abwechseln, überschneiden oder gleichzeitig auftreten. Mal stärker, mal schwächer. Treten dann auch plötzlich auf. Verschwinden teilweise auch plötzlich wieder. Verbindungen zu irgendwelchen Nahrungsmitteln oder Bewegungen habe ich keine gemerkt.

  • häufiger Harndrang
  • meist etwas schwächerer Harnstrahl
  • Beckenbodenschmerzen (mal im vorderen Bereich, mal im hinteren, mal komplett)
  • Unterbauchschmerzen (meist eher links/rechts)
  • Schmerzen in den Beinen (meist beide Unterschenkel, variierend vorne und hinten)
  • gelegentlich Schmerzen im Hals (nicht im Rachen, eher tiefer)
  • Übelkeit
  • Krankheitsgefühl/Unwohlsein
  • Schleier vor den Augen (unscharfes Sehen, egal ob Nähe oder Ferne)
  • plötzliche Müdigkeit
  • häufiger als sonst kalte Hände
  • dickerer Bauch (kann auch Einbildung sein)

Untersuchungen und Medikamente:

  • Vaginalultraschall im Januar (Schwangerschaft ausgeschlossen)
  • Schwangerschaftstests mit Urin bei Gynäkologen sowie zuhause negativ
  • Urintest, bei dem ein Harnwegsinfekt diagnostiziert wurde
  • Abstrich für Krebs unauffällig
  • Einmalantibiotikum bekommen -> keine Besserung der Symptome
  • in gleicher Woche Abdominalultraschall des gesamten Bauchraumes (nichts auffällig, keine Schwangerschaft)
  • weiteres Antibiotika (Breitband) über 5 Tage -> keine Besserung der Symptome
  • Urinteststreifen nicht mehr auffällig
  • Urinkultur ohne Befund
  • nach ein paar Wochen erneute Urinkultur auch ohne Befund
  • weiterer Vaginalultraschall im Februar ohne Auffälligkeiten
  • Chlamydien-Test negativ
  • Blutbild gänzlich alles im Normbereich
  • HIV-Test auf Antikörper negativ
  • Abdominalultraschall ohne Befund
  • wurde eingerenkt, anschließend irgendwie lockerer
  • Untersuchung wegen Blinddarm negativ

Was soll ich noch untersuchen lassen? Was könnte das sein? Zu welchem Arzt noch? Schwangerschaft ist ja denke ich deutlich ausgeschlossen. Ich verliere langsam gänzlich die Geduld. → Antwort zeigen

Verzeihen Sie bitte meine Äußerung aber mir scheint es, als gingen Sie auf sämtliche Symptome sehr pingelig ein. Vieles davon scheinen Symptome zu sein, die nicht auf eine Erkrankung zurückzuführen sind, sondern auf eine Momentaufnahme Ihres Immunsystems oder Ihres Gesundheitszustandes hindeuten.

Sie haben sich die Mühe gemacht, alles niederzuschreiben und dies sicherlich nicht aus Langeweile, sondern aus Leidensdruck. Deswegen betrachte ich Ihre Anfrage als einen ernsten Zustand, an dem wir arbeiten müssen.

Ich möchte Sie bitten, alle Ihre Lebensumstände genauestens aufzuschlüsseln und nach bestem Wissen und Gewissen anzupassen.

  1. Ernährung + Flüssigkeitszufuhr (2,5 l täglich)
  2. Schlafhygiene
  3. Stressabbau
  4. Medikationen aller Art (Rücksprache mit den verschreibenden Ärzten)
  5. Körperliche Betätigung (2-3 x die Woche Sport oder Bewegung + Sonnenstrahlen)
  6. Psychosomatische Faktoren
  7. Lebensumstände (Familie, Freunde, Vergangenheit etc.)
  8. Mangelerscheinungen ausschließen (Vitamine, Spurenelemente)

Ich kann bei bestem Willen über dieses Medium keine besseren Ratschläge zu Ihrem Gesundheitszustand geben und zu einem erneuten Arztbesuch rate ich auch nicht. Beobachten Sie weiterhin die Situation, gehen Sie aber rational damit um, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Stress, Unausgeglichenheit, Schlafmangel und andere Sorgen solch diffuse und beunruhigende Symptome auslösen können, dass einem durch die Ungewissheit sämtliche Lebensfreude genommen werden kann.

Gehen Sie die o.g. Punkte durch und fassen Sie Vertrauen in der Tatsache, dass Sie als 30 jährige Frau keinen mysteriösen Erkrankungen hinterherjagen müssen, die kein Arzt bisher (trotz der genannten Untersuchungen) bei Ihnen diagnostiziert hat.

Für weitere Anregungen stehe ich Ihnen in den Kommentaren gern weiterhin zur Verfügung.

→ 2 Kommentare zeigen

  • Frage gestellt:
  • 4. April 2015
  • Antwort bearbeitet:
  • 8. April 2015

Kommentare

  1. Vielen dank für ihre ausführliche Antwort. Ich kenn mich so selbst nicht. Und ja, im Moment achte ich auf alles. Das ist schön alleine ungewöhnlich bei mir.

    Ich schildere ihnen mal die genannten Punkte.

    Ernährung + Flüssigkeitszufuhr (2,5 l
    täglich)
    - leider etwas zu wenig. Ich schätze Ca 1,5 l

    Schlafhygiene
    -gute Matratze/kissen, Raum gut gelüftet, meist Ca 7 std

    Stressabbau
    -Hobbies, denen ich nachgehe

    Medikationen aller Art (Rücksprache mit den verschreibenden Ärzten)
    - alle paar Tage atmadisc wegen meiner bronchien

    Körperliche Betätigung (2-3 x die Woche Sport oder Bewegung + Sonnenstrahlen)
    -so oft es geht in der Natur, 1-2x die Woche Sport

    Psychosomatische Faktoren
    Lebensumstände (Familie, Freunde, Vergangenheit etc.)
    Lebensumstände ok, bis auf einen Zwischenfall, der mir sehr unangenehm war/ist.
    Sorge vor Schwangerschaft “eigentlich” mittlerweile unbegründet. Eigentlich…
    Sonst war ich selten bis gar nicht krank und bin auch nie auf jedes zipperlein eingegangen.

    Mangelerscheinungen ausschließen (Vitamine, Spurenelemente)
    - ob ein Mangel vorliegt weiß ich nicht. Ernähre mich allerdings ausgewogen

    Vielen dank nochmal.

    • … habe darüber nachgedacht, Ihnen zu einem Produkt zu raten, welches ich in meiner Prüfungszeit vor der Approbation erfolgreich eingesetzt habe (um jetzt Stresssymptomatiken und Entgleisung des vegetativen Nervensystems auszuschließen) 3xtäglich eine DYSTOloges (homöopathisch… Versuch ist es Wert da keine Nebenwirkungen und niedrigpreisig um 10€ ca 3Wochen lang)
      Atmadisc beinhaltet Salmeterol und Fluticason vielleicht schwenken Sie kurzweilig auf ein anderes Kombipräparat um mit z.B Budesonid und Formoterol (Symbicort) um eine potentiellen Unverträglichkeit auszuschließen…

      viele Grüße Chris

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