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Kribbeln im Bein und Rückenprobleme nach Entbindung

Also ich muss weit ausholen. Bin sehr verzweifelt. Habe im Februar entbunden und seitdem tierische Rückenprobleme.

Schmerzen im Kreuz, Kribbeln im linken Bein. Nackenprobleme… Dann kamen Panikattacken durch die Schmerzen dazu. Geblieben sind das Kribbeln im Bein und anfallsartig die Schmerzen im Rücken dauerhaft mit einer Schwellung im Kreuz.

Ich habe normal entbunden. Dafür, dass ich eher zierlich bin, war mein Kleiner ziemlich groß und schwer. MRT is unauffällig. Ärzte wollen abwarten. Mich macht das wahnsinnig. Ich hatte einen Dammschnitt. Seitdem auch Appetitlosigkeit. Öfter Durchfall. Fühle mich schlapp.

Ich möchte wieder fit wie vor der Geburt sein. Was könnte es sein? Bitte dringend um Hilfe. → Antwort zeigen

Ich denke ich kann auf Anhieb, nach dem durchlesen der Frage keine klare Aussage formulieren, die dir als Antwort dient, aber mit einigen Gegenfragen können wir zusammen die Symptomatik versuchen aufzuschlüsseln und deine Lebensqualität verbessern, indem wir einfache Lifestyleänderungen einführen!

Wichtig ist, vorerst das Hauptbeschwerdebild zu isolieren! Laut deiner Beschreibung beeinträchtigt dich der ausstrahlende Rückenschmerz (Kribbeln) am stärksten, und ich kann dir bestätigen (ich habe 2 Bandscheibenvorfälle gehabt), dass der Leidensdruck in solchen Fällen so stark werden kann, dass es Menschen an den Rand einer Depression bringt! Neben dem reinen Schmerz, kommen noch weitere körperliche und psychische Einschränkungen hinzu (Bsp. Schlafmangel durch schlechtes Liegen bedingt durch Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und damit verbunden Lustlosigkeit Appetitlosigkeit,Mangelernährung, Energielosigkeit, ständige Müdigkeit etc.) Der gesamte Prozess zieht einen langen Rattenschwanz hinter sich her und wir müssen ganz am Anfang an der Basis ansetzen, um dir zu helfen!

Hast du eine PDA (Rückenmarkspritze) erhalten bei der Entbindung?

Ich denke das Wichtigste ist jetzt für dich, dir Zeit zu nehmen um deine Rückenmuskulatur (Lendenwirbel- und Sakralwirbelbereich) zu stärken! Dafür gibt es sehr einfache statische Übungen die du dir am besten, unter physiotherapeutischer Betreuung anlernst. Die Rehaphase kann einige Monate dauern aber mit der Bewegung und Mobilisierung kommst du besser aus dem Teufelskreis raus und findest neue Motivation um leichten Wellnesssport in deinen Alltag einzubauen! Ich empfehle dir auch zu Walken oder leichtes Jogging zu versuchen, natürlich schonend und bitte nicht unter Schmerzen! Die Ursache für den Rückenschmerz kann natürlich die Schwangerschaft gewesen sein, was nicht unüblich ist! Ich habe mehrere Fälle im engen Freundeskreis, die nach der Entbindung über Ischiasschmerzen/Rückenschmerzen klagten.

Natürlich hast du jetzt viele elterliche Pflichten und da kommt der Schlaf vorerst auch oft zu kurz, aber du musst dir Zeit für dich nehmen und sowohl deine Nahrung als auch deinen Tagesablauf auf deine neuen Bedürfnisse umstellen. Schon morgens beim Aufstehen fängst du damit an. Steh nicht sofort auf, sondern streck dich ordentlich im Bett, zieh deine Beine an die Brust oder fahr ein wenig Luftfahrrad um deine Wirbel im unteren Rücken zu lockern und nicht zu verspannen. Gönn dir öfter heiße Bäder zur Muskelentspannung oder mach dir ein paar Termine bei der manuellen Therapie/Massage (evtl. auch vom Hausarzt verordnen lassen).

Ich rate dir nicht zur Einnahme von Schmerzmitteln da du dein Kind eventuell noch stillst, aber einer entzündungshemmenden/schmerzstillenden homöopathischen, Medikation mit Traumeel oder Zeel, steht nichts im Wege! Diese Produkte erhälst du in jeder Apotheke und kannst sie völlig sorgenfrei einsetzen.

Eine Multivitaminkur ist auch ein guter Ansatz um neue Energie zu tanken! Vitamine B1, B6, B12 (Regeneration von Nerven, Blutbildung), E (Entzündungshemmung) und C (Radikalfänger, Immunstärkung) (auch Folsäure) sind jetzt besonders wichtig für dich!

Gegen die beschriebenen Panikattacken kannst du auch homöpathisch vorgehen! DYSTO LOGES ist ein prima Mittel zu Beruhigung, Entspannung und gegen nervöse Zustände, natürlich ohne Nebenwirkungen!

Ich hoffe meine Gedankenansätze helfen dir weiter, aber du kannst gerne diesen Beitrag kommentieren und Rückfragen stellen, denn wie du siehst spielen viele Faktoren hier in dein Beschwerdebild mit ein!

→ 2 Kommentare zeigen

  • Arten der Behandlung:
  • Frage gestellt:
  • 29. Juni 2014
  • Antwort bearbeitet:
  • 30. Juni 2014

Kommentare

  1. vielen dank schonmal für ihre mühe…

    also bei der entbindung hatte ich keine pda… ich wurde eingeleitet 2 tage lang… während der geburt hat die hebamme genau da gegen den Rücken gedrückt wo die lws und das becken zusammen geht .. als kreuz … genau da habe ich seidem auch die extremen schmerzen… und dort befindet sich auch die schwellung…

    bekomme manualtherapie die hilft auch ein bis zwei tage doch dann wieder dieses kribbeln im bein.. der einschlafende po… ich merke dieses gefühl sogar als schmerz im intimbereich….
    zusätzlich bekomme ich nun auch noch rehasport.. da war ich aber erst einmal … deshalb kann ich noch nicht genau sagen ob es mir hilft oder nicht….

    panikattacken bekomme ich zum glück nicht mehr…

    die vitamine und auch das entzündungshemmendemittel werde ich auf jeden fall besorgen und versuchen… bin für jeden tipp dankbar….

    ich hoffe einfach das ich irgendwann wieder frei leben kann…
    und einfach das machen kann was meiner kleinen familie spaß macht….

    weiß auch nicht mehr zu welchen arzten ich noch gehen soll… bzw wer mir genau sagt was ich hab… war schon bei so vielen…:

    div. hausärzte
    chiropraktier
    neurochirug
    chirug
    neurologe
    gynäkologe

    ich war auch schon beim psychiater damit sie den anderen ärzten bestätigt das ich es mir nicht einbilde

    es ist einfach nur noch anstrengend

    danke …. danke … danke…

    • (ich habe mit dem DU angefangen bleibe dabei, ich bin Christian :) )

      ich würde auf jeden Fall zu einem Orthopäden gehen, aber egal was du machst, stell dich darauf ein dass es bis zu 1 Jahr dauern kann bis du völlig ohne Beschwerden bist! Dieses Gefühl des Kribbelns ist immer ein Hinweis auf Druck, der auf einem Nerv lastet! Sind ähnliche Symptome wie beim Bandscheibenvorfall und die beste Behandlung ist definitiv Entzündungshemmung, Mobilisierung der Wirbel und Senkung des Muskeltonus im betroffenen Bereich!
      Als ich den Bandscheibenvorfall hatte bekam ich Aspirininfusionen (die sehr gut taten) beim Orthopäden und zusätzlich zur manuellen Therapie wurde ich mit hilf von einer “Streckbank” (klingt schlimm ists aber nicht) vom Rücken her gestreckt, das fand ich auch sehr prima!

      viele Grüße chris

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