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Innere Medizin – Morbus Crohn. Und nun?

Also vorab mal etwas zu meiner Geschichte. Ich bin weiblich, 25 Jahre alt und hatte mein lebenlang eigentlich schon mit Magenproblemen zu kämpfen. Vor ca 1,5 Jahren hatte ich dann das erste Mal so richtig starke Schmerzen, Bewegen war fast unmöglich.

Im Krankenhaus erfuhr ich dann, dass ich einen Darmverschluss habe. Nach weiteren Untersuchungen ergab sich dann die Diagnose Colitis Ulcerosa. Im letzten Jahr wurden meine Beschwerden immer stärker, ich konnte kaum das Haus verlassen und saß nur auf der Toilette. Im November 2014 kam ich dann noch einmal ins Krankenhaus. Nach einer Magen- und Darmspiegelung kam raus, dass ich nun Morbus Crohn habe und leider dazu auch noch Magengeschwüre.

Also bekam ich Pantoprazol 40 mg und Salofalk. Das Salofalk habe ich allerdings nicht vertragen. Selbst stilles Wasser habe ich wieder ausgebrochen. Und gegen Cortison war und bin ich strikt. Ich habe dann angefangen Actimel zu trinken und kaum zu glauben, aber es wurde besser. Seit ca. 1 Woche habe ich wieder richtig festen Stuhlgang. Dazu kommt, dass mein Bauch hart ist, ich alle 10 Minuten urinieren muss, übel riechende und laute Blähungen habe und mir sehr oft schlecht wird, auch ohne Erbrechen.

Ich muss dazu sagen, dass wir versuchen ein Baby zu machen. Der Test war erst positiv und eine halbe Stunde später dann negativ. Also bin ich nicht schlauer als vorher. Ich habe mal gelesen, dass ständige Blähungen ein Alarmsignal seien und deswegen mache ich mir jetzt Sorgen. Ich hoffe sehr, dass mir einer die Angst nehmen kann. Vielen Dank. → Antwort zeigen

Das Actimel wird sicherlich nicht die Zaubermedizin gewesen sein, aber ich freue mich, wenn es Ihnen gut getan hat. Ihre Erkrankung kommt in Schüben und wenn Sie es durch vernünftige Medikation und Ernährung erreichen, dass die Intervalle zwischen den Schüben maximiert werden, erreichen Sie wieder Ihre alte Lebensqualität und brauchen sich des weiteren auch keine Sorgen um Ihre Kinderplanung machen, weil alles funktionieren wird.

Blähungen würde ich bei einem Patienten mit Ihrer Krankheit nicht als Alarmsignal für irgendetwas betrachten, sondern als eine Begleiterscheinung der entzündlichen Autoimmunerkrankung.

→ 2 Kommentare zeigen

  • Frage gestellt:
  • 11. Februar 2015
  • Antwort bearbeitet:
  • 12. Februar 2015

Kommentare

  1. Danke für die schnelle Antwort. Also mir wurden nur zwei Möglichkeiten geboten, Salofalk oder Cortison. Salofalk vertrage ich nicht und Cortison möchte ich einfach nicht. Ich habe sehr viel abgenommen weil mein Gewicht damals sehr auf meine Psyche ging und das möchte ich nicht noch einmal erleben. Gibt es noch eine Möglichkeit?

    • Kortison ist ein körpereigener Stoff und die eingenommenen Mengen entscheiden enorm über die Wassereinlagerung im Körper. Ich würde an Ihrer Stelle nicht destruktiv ablehnen, sondern bewusst über die niedrigsten Mengen mit dem Arzt sprechen, damit es Ihnen bei einem Schub deutlich besser geht ohne die verhassten Nebenwirkungen. Ansonsten empfehle ich Ihnen sehr regelmäßig eine Darmsanierung zu machen (Zufügen von körpereigenen Darmbakterien) z. B. mit Omniflora, BION3 oder OrthomolIMMUNpro (hochpreisig ca. 50 € für 1 Monat).

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