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Herzrhythmusstörungen in Zusammenhang mit Halswirbelsäule, Magen und Psyche

Seit 2005 leide ich unter Herzrhythmusstörungen (Tachykardien ca. 1-2 x im Jahr und Extrasystolen mal mehr, mal weniger). Dazu kam eine Panikstörung, ich konnte nicht mehr allein das Haus verlassen. (Diese wurde mit Verhaltenstherapie und Entspannungstherapie behandelt. Aber natürlich nicht 100 %ig geheilt.)

2011 kamen dann Probleme mit Magen und Verdauung dazu (möglicherweise Reizmagen). Ich hatte immer viel Luft im Bauch und Reflux.

Zusätzlich habe ich schon sehr lange Probleme mit dem Rücken, vor allem HWS. Zur Zeit klemmt sich alle 2 Wochen irgendein Nerv ein. Beide Schultern weisen eine leichte Impingement-Stellung auf und Schmerzen habe ich täglich. Migräne und Kopfschmerzen habe ich auch regelmäßig im Repertoire.

Kardiologisch bin ich 2010 das letzte Mal durchgecheckt worden. Die Extrasystolen wurden dort auch ersichtlich, sollen aber ungefährlich sein. Eine der Tachykardien konnte nie aufgezeichnet werden.

Zur Zeit belasten mich am meisten meine HWS-Probleme sowie die Extrasystolen. Kann es da irgendwo einen Zusammenhang mit allen oder einigen Symptomen geben (Roemheldt oder HWS-Syndrom)?

Alles wurde von den Ärzten und Therapeuten immer einzeln behandelt, aber nie in der Gesamtheit betrachtet. Ich habe im vergangenen Jahr eine süße Tochter bekommen und kann natürlich nicht tausende von Arztbesuchen absolvieren bzw. länger zu Hause flach liegen.

Vielleicht können Sie mir weiterhelfen? Soll ich nochmals verschiedene Checks bei verschiedenen Ärzten machen lassen oder gibt es einen Facharzt, der mir hier weiterhelfen kann? Zur Zeit bin ich kaum einsatzfähig. → Antwort zeigen

Ich muss gestehen, Sie haben Ihre Frage fast selber beantwortet.

Sowohl die alte Panikstörung, als auch die Tatsache, dass Sie Schmerzpatientin mit eingeschränkter Lebensqualität und Mutter (viel Stress) sind, greifen ineinander und können nervöse Störungen hervorrufen (Reizmagen, Reizdarm, Tachykardien, Schlafstörungen, erhöhten Blutdruck etc.).

Ich denke, in Ihrem Fall sollte jetzt nicht ein erneuter Ärztemarathon, sondern eine Lebensstilanpassung durchgeführt werden. Die Schmerzen und HWS-Syndrom bleiben langfristig die Grunderkrankungen, die Sie bestmöglich eindämmen müssen, ob lokal mit Salben und Massagen vom Fachmann (Physiotherapeut), mit entzündungshemmender, schmerzstillender Medikation systemisch oder in Kombination der beiden genannten Methodiken.

Die Entgleisung Ihres vegetativen Nervensystems (Herzrasen, Schlafstörungen, Reflux) können Sie auch ohne Chemie (DYSTO LOGES oder NEUREXAN, beides homöopatisch) in Kombination mit leichten Entspannungsübungen, Bädern und Optimierung Ihrer Ernährung (leichte Kost, viel Flüssigkeit etc.) in den Griff bekommen.

Kleine Geschichte aus eigener Erfahrung, was als Motivation dienen soll:

Zu meinen stressigsten Zeiten auf dem Weg zu meiner Approbation, mit einem doppelten Bandscheibenvorfall, hatte ich sehr ähnliche Symptome wie Sie und habe Sie innerhalb von 1,5 Jahren mit den oben genannten Methoden + Sport (im Rahmen meiner Möglichkeiten, aber 3x die Woche ) in den Griff bekommen. Es ist einfach enorm wichtig, dass Sie bei dem Sport, von einem Fachmann betreut werden, der die Muskulatur im Bereich Ihrer Rückenbeschwerden mit Ihnen zusammen schonend stärkt, damit Sie langfristig die Beschwerden loswerden. Ich habe ca. 3 Monate Medikation erhalten (Diclofenac, Ibuprofen, Aspirin und Cortisoninfusionen zur Entzündungshemmung, sowie Massagen). Im Anschluss bin ich umgestiegen auf VIT.E Produkte, BROMELAIN und DYSTO LOGES, sowie gelegentlich Pantoprazol gegen Reflux und Magenbeschwerden.

Für einen Dialog steht Ihnen weiterhin unsere Kommentarfunktion zur Verfügung.

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Erwähnte Medikamente

Kommentare

  1. Vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Dann werde ich mein Glück mal mit Neurexan versuchen. Wie gesagt, ich leide nun seit 10 Jahren an den Symptomen und wehre mich immernoch dagegen, sie einfach in Kauf zu nehmen. Zur Zeit habe ich abends, in Ruhe, das Gefühl eines verzögerten Herzschlages. Ich spüre dabei keinen Doppelschlag. Gibt es sowas auch (kann ja auch meine Überempfindlichkeit meinem Körper gegenüber sein) und ist das gefährlich? Sind da eventuell die Reizleiter gestört oder ist es in meinem Fall auch eher dem vegetativen Nervensystem zuzuordnen? Vielen Dank nochmals… MfG

    • Sie sind sich Ihrer Organfuktionen zu sehr bewusst und steigern sich, indem Sie versuchen in sich hinein zu hören zu stark hinein, dies kann negative Impulse (Angst und Unruhe) auslösen! Der beste Weg der Herangehensweise ist wieder Ihre Mitte zu finden und zur Ruhe zu kommen… Ablenkung hilft dabei sehr gut (Musik Radio Fernseher Buch) Halten Sie sich nicht länger mit Selbstbeobachtungen auf und vertrauen Sie in diesem Fall den Fachleuten sowie Ihrer Medikation egal ob alternativmedizinisch oder schulmedizinisch…

  2. Vielen Dank. Sie machen solchen Patienten wie mir Mut. Das mit dem “In-sich-hineinhören” mache ich jedoch nicht bewusst. Fast ausschließlich nehme ich die Stolperer, welcher Art auch immer, nur dann wahr, wenn ich mich ablenke, z.B. durch Lesen, Fernsehen, Entspannungsübungen. In diesen Momenten denke ich garantiert nicht an die nervigen Symptome – und ausgerechnet dann treten sie auf. In meinen schlimmsten Zeiten hatte ich die Symptome in Ruhe und unter Belastung. Ich wünschte es einfach mal dauerhaft in den Griff zu kriegen, aber ich denke, wenn man`s einmal so weit “geschafft” hat, lässt es einen nie wieder so richtig los. Danke nochmals.

    • Sehr gern geschehen… schreiben Sie doch Ihr feedback und Ihre Erfahrungen mit Medikationen, hier in die Kommentare um vielleicht auch in Zukunft noch zu optimieren und anpassen zu können!
      MfG

  3. Hallo
    Lese gerade ihr Problem mir geht es seit 5 Jahren so mit der Halswirbelsäule
    bekomme momentan so Schmetzen das ich glaube ich kann den Kopf nicht mehr Tragen sondern bricht weg, dan kommen die herzrhythmusstörungen. War dan auch im Krankenhaus
    auf Test Diagnose herzrhythmusstörungen. Habe bekommen ein Medikament
    was dieses vorher schon untertrückt. und habe seit 2 Jahren kein Problem mehr
    Must du aber deinen Artzt fragen ist rezept pflichtig. ( Nomexor 5mg )

    Mfg Ludwig

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